Freiwillige Feuerwehrangehörige leisten ihren Dienst überwiegend ehrenamtlich – und dennoch tragen sie in Einsätzen häufig die gleiche psychische Last wie hauptamtliche Kräfte. Gerade schwere Verkehrsunfälle, Einsätze mit Kindern, Todesfällen oder lang andauernde Schadenslagen können langfristige Spuren hinterlassen. Um Feuerwehrangehörige wirksam zu unterstützen, spielt das Peersystem in der Psychosozialen Notfallversorgung für Einsatzkräfte (PSNV‑E) und in der Einsatznachsorge eine zentrale Rolle. Dieser Beitrag zeigt, warum Peers unverzichtbar sind, wie sie arbeiten und weshalb ihr Einsatz im System der Freiwilligen Feuerwehr heute wichtiger ist denn je. 1. Was ist das Peersystem? Der Begriff Peer bedeutet „Gleichgestellter“. Peers sind Feuerwehrangehörige, die speziell dafür ausgebildet sind, ihre Kameradinnen und Kameraden nach belastenden Einsätzen zu begleiten und zu unterstützen. Durch ihren „Stallgeruch“ – also durch die gemeinsame Erfahrung im Feuerwehrdienst – genießen s...
... ist ein Blog des Arbeitskreises PSNV-E des Oldenburgischen Feuerwehrverbandes e.V. für Feuerwehrkameraden und -kameradinnen, der sich mit der psychosozialen Notfallversorgung (PSNV), den Auswirkungen von posttraumatischer Belastungsstörung (PTBS) und anderen psychischen Folgen von Einsätzen beschäftigt.