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PSNV-E | Wenn der Einsatz im Kopf weitergeht

PSNV-E – eine sperrige Abkürzung für Psychosoziale Notfallversorgung für Einsatzkräfte. Eine schwierige Bezeichnung, aber eigentlich machen wir nur das: Wir kümmern uns im Bedarfsfall um die psychische Gesundheit und das Wohlbefinden unserer Feuerwehrkameradinnen und -kameraden, damit niemand alleine mit den Nachwirkungen eines Einsatzes klarkommen muss. Auch nach dem Einsatz sind wir füreinander da!

Die Tätigkeit bei der Feuerwehr kann uns hin und wieder in herausfordernde und belastende Situationen bringen. Unfälle, Brände und Rettungsaktionen fordern uns nicht nur körperlich, sondern auch seelisch. Wenn der Einsatz vorbei ist und die Gerätschaften verstaut sind, kann es sein, dass die Bilder und Eindrücke im Kopf weitergehen. Hier setzt das Konzept PSNV-E an.

PSNV-E umfasst Maßnahmen und Angebote, die darauf abzielen, die psychische Gesundheit von Feuerwehrkameradinnen und Kameraden zu schützen und zu fördern. Dazu gehören in erster Linie präventive Maßnahmen, wie Schulungen und Workshops zur Stärkung der psychischen Widerstandskraft (Resilienz) und natürlich bei Bedarf auch direkte Unterstützung nach belastenden Einsätzen, wie Gesprächsangebote und unterstützte Einsatzabschlussbesprechungen.

Ein zentrales Element dieser Maßnahmen ist das offene Gespräch. Nach belastenden Einsätzen bekommen Einsatzkräfte in Gruppen oder auch Einzelgesprächen die Möglichkeit, in einem geschützten Rahmen mit einer speziell geschulten Kameradin oder Kameraden, also jemandem, der weiß, wovon Ihr sprecht, über ihre Erfahrungen zu sprechen. Hierbei geht es nicht darum, Schwäche zu zeigen, sondern Stärke zu beweisen – die Stärke, sich um die eigene Gesundheit zu kümmern und sich Unterstützung zu holen, wenn sie gebraucht wird.

Derzeit ist der neu aufgestellte Arbeitskreis PSNV dabei das Thema voranzutreiben und ein einheitliches Konzept und Empfehlungen für ganzen Bereich des OFV zu erarbeiten.

Feuerwehr ist eine Gemeinschaft. Wir wissen, dass wir nur gemeinsam stark sind. Deshalb ist es uns so wichtig, dass niemand mit den seelischen Belastungen allein gelassen wird. Kameradschaft bedeutet auch, füreinander da zu sein, wenn der Einsatz im Kopf weitergeht.

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