In Deutschland gibt es an Flughäfen und in Städten Notfallpläne, die eine strikte Trennung zwischen Betroffenen/Angehörigen und Einsatzkräften vorsehen. Diese Trennung dient dem Schutz der Einsatzkräfte vor emotionaler Belastung und ermöglicht eine gezielte psychosoziale Notfallversorgung (PSNV) für Betroffene und Angehörige. Schulen werden oft als sichere Aufenthaltsorte genutzt, während bei GSL außerhalb von Städten Behelfsunterkünfte eingerichtet werden. Betroffene und Angehörige benötigen eine sichere Umgebung fernab der Schadenszone, um Retraumatisierungen zu vermeiden. Grundbedürfnisse wie Essen, Trinken und Schlaf müssen sichergestellt werden. Informationen über den aktuellen Stand sind wichtig, um Panik zu verhindern. Kinder benötigen spezielle Räume, in denen sie sich sicher fühlen und betreut werden können. Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren sind in GSL psychisch stärker belastet als hauptamtliche Kräfte, da sie weniger Einsatzerfahrung haben und aus ihrem Alltag hera...
Teamdynamik und psychologische Sicherheit in der Freiwilligen Feuerwehr: Wie ein unterstützendes Teamumfeld die psychische Gesundheit fördern kann
In der Freiwilligen Feuerwehr sind psychologische Sicherheit und eine starke Teamdynamik essenziell, um die mentale Belastung durch Einsätze und den Feuerwehralltag zu bewältigen. Feuerwehrleute erleben herausfordernde und oft belastende Situationen – von schweren Verkehrsunfällen bis hin zu Brandeinsätzen oder emotional fordernden Notfällen. Ein Umfeld, in dem sich Teammitglieder sicher fühlen, ihre Gedanken, Sorgen und Erlebnisse zu teilen, kann nicht nur die Zusammenarbeit verbessern, sondern auch langfristig die psychische Gesundheit fördern. Doch wie kann eine Feuerwehr-Einheit gezielt eine Kultur der Offenheit und Unterstützung schaffen? Was ist psychologische Sicherheit? Psychologische Sicherheit beschreibt das Vertrauen darauf, dass man im Team offen sprechen kann, ohne Angst vor negativen Konsequenzen oder Abwertung zu haben. Dies ist besonders in der Feuerwehr von Bedeutung, da der Umgang mit Stress und traumatischen Erlebnissen ein wesentlicher Bestandteil des Dienstes ist. ...