Die Weihnachtszeit und der Jahreswechsel sind für viele Menschen eine Zeit der Ruhe, des Zusammenseins und der Besinnlichkeit. Für die Mitglieder der freiwilligen Feuerwehren bedeutet diese Zeit jedoch oft eine besondere Herausforderung: Einsatzbereitschaft trotz familiärer Verpflichtungen und festlicher Stimmung. Zwischen Kerzenschein und Einsatzalarm Während andere gemütlich bei Kerzenschein und Plätzchen sitzen, kann der Funkmelder jederzeit Alarm schlagen. Ob Wohnungsbrand durch vergessene Kerzen, Verkehrsunfall auf glatten Straßen oder medizinischer Notfall – die Einsatzlage kennt keine Feiertage. Für die Kameradinnen und Kameraden heißt das: jederzeit bereit sein, die eigene Feier unterbrechen und helfen, wo Hilfe gebraucht wird. Psychosoziale Aspekte: Belastung und Verantwortung Gerade in dieser Zeit kann die psychische Belastung steigen. Einsätze an Feiertagen sind oft emotionaler – sei es durch tragische Unfälle oder die Konfrontation mit Einsamkeit und Not. Hier spielt d...
Nicht jeder, der unter Einsatzstress leidet, steht im Rauch, zwischen Trümmern oder direkt am Einsatzort. Viele erleben belastende Situationen auf Distanz über Funk, Textnachrichten, Einsatzberichte oder Kamerabilder. Und doch sind sie mitten im Geschehen. Drohnenpiloten, Leitstellenkräfte, Stabsmitglieder oder Führungskräfte in der Einsatzleitung verfolgen das Geschehen oft in Echtzeit. Sie hören die Stimmen über Funk, lesen die Meldungen, sehen die Bilder und spüren dabei dieselbe Anspannung wie die Kräfte draußen. Manchmal sogar mehr, weil sie alles mitbekommen, aber nicht selbst eingreifen können. Diese Hilflosigkeit auf Distanz ist eine besondere Form von Belastung. Eine hektische Funkmeldung, ein kurzer Text über Verletzte, ein Bild der Lage. Oft reichen schon wenige Sekunden, um innere Bilder zu erzeugen, die man nicht mehr loswird. Das Gehirn ergänzt, was fehlt, malt Details dazu, macht aus kurzen Worten ganze Szenen. So entstehen emotionale Eindrücke, die sich kaum ...